Mandolinenunterricht-News

22. Oktober 2010

Endorsement News

 „Akustisch, aber mit den Vorteilen einer E-Geige”

Testbericht zum Violinen-Tonabnehmer SHADOW SH 945 NFX-V

Einleitung
Akustische Geiger müssen in einer elektrischen Band umdenken. Meist bleibt nur die Anschaffung einer teuren E-Geige. Mit dem Tonabnehmer SH 945 NFX-V von SHADOW kann man bei seiner eingespielten, akustischen Violine bleiben und trotzdem die Vorzüge einer E-Geige genießen.

Klangqualität und Klangregelbarkeit
Bestechend ist die warme und angenehme Klangfarbe des neu entwickelten NanoFlex-Tonab-nehmers, die durch herkömmliche Piezotechnologie nicht erreichbar wäre. Die Platzierung der NanoFlex-Folie unter dem Steg erlaubt eine kombinierte Abnahme sowohl der Saitenschwingungen als auch der Korpusvibrationen. Letztere ist für die vollere und natürlichere Klangcharakteristik verantwortlich. Durch den feinstufigen EQ-Regler des aktiven Vorverstärkers kann die typische Höhenlastigkeit der Geigen als Sopraninstrumente zusätzlich vermindert werden. Die offene, ausgeglichene und dynamische Klangstruktur kommt dem akustischen Klangbild näher als gewöhnliche Piezos. Hilfreich ist auch der E-Geigen ähnliche Sustain, der externe Hall-Effekte überflüssig macht. Das Ausgangssignal ist klanglich so optimal, dass es ohne weitere Preamps an ein Mischpult weitergegeben werden kann. Bei rein akustischer Verwendung der Geige ist die Dämpfwirkung der NanoFelx-Folie nur geringfügig.

Nebengeräusche und Brummfreiheit
Die hervorragende Abschirmung und die aktive Verstärkung mit niederohmigen Ausgang macht das System 100% brumm-, rausch- und feedbackfrei. Besonders vorteilhaft ist die Reduzierung der durch die Bogenführung auftretenden Attack-Geräusche, die bei üblichen mittelsteg-fixierten Piezo-Pickups äußerst störend sind.

Selbsteinbau und Instrumentenbelassung
Inhabern hochwertiger Geigen erlaubt der SH 945 Tonabnehmer ohne bauliche Veränderung auszukommen. Der Einbau findet gänzlich ohne Bohrung oder Klebung statt und ist so unkompliziert, dass er selbständig ohne Instrumentenbauer vorgenommen werden kann. Die leichte Erhöhung des Steges (ca. 1mm) durch die Unterlegung der NanoFlex-Folie verändert die Saitenlage nur unmerklich.

Bedienbarkeit und Handhabung
Ähnlich wie Feinstimmer lassen sich der Volumen- und EQ-Regler während des Streichens drehen. Diese „haptische” Kontrolle macht zusätzliche Stellungsmarkierung der Regler überflüssig. Die günstige 3V Batterie (Typ 2032) ist leicht auswechselbar und reicht je nach Nutzungsintensität ca. 1 Jahr. Das spricht für den niedrigen Energieverbrauch der aktiven Vorverstärkerelektronik.

Fazit
Durch die hochwertige Klangabnahme und flexible Klangverarbeitung, wie auch die leichte Installation ist der SHADOW SH 945 Tonabnehmer vergleichbaren Piezosystemen klar überlegen. Der geringfügige, klangliche Dämpfeffekt der NanoFlex-Folie auf der Instrumentendecke ist zu vernachlässigen. Mit dem SH 945 NFX-V kann man, ohne bauliche Veränderungen, bei seiner eingespielten, akustischen Violine bleiben und trotzdem die Vorzüge einer E-Geige genießen.

Rupert Paulik, Oktober 2010
 

„Ein Durchbruch in Sachen Elektrifizierung von Mandolinen”

Testbericht zum Mandolinen-Tonabnehmer SHADOW SH 927 NMG-4

Einleitung
Mit dem neuen Tonabnehmer SH 927 NMG-4 von SHADOW lassen sich akustische Mandolinen optimal elektrifizieren. Mit dieser technischen Neuentwicklung sind Probleme bisheriger Tonabnehmersysteme überwunden.

Klangregelbarkeit und Signalqualität
Für den Mandolinenspieler, der live auf der Bühne agiert steht die Klangcharakteristik seines Instrumentes an erster Stelle. Der neue SHADOW Tonabnehmer unterstützt diese in perfekter Weise. Ein integrierter EQ-Filter ermöglicht subtile Klangänderungen und nimmt der Mandoline als höhenlastigem Sopraninstrument die Gefahr schneidender Frequenzen. Ebenso einmalig ist die unabhängige Gain-Regelung der Saitenpaare durch vier kleine Trimm-Potis, wodurch die alte Piezo-Krankheit ungleichlauter Bass- und Diskantsaiten überwunden ist. Trotz Elektrifizierung bleiben wichtige akustische Klangeigenschaften erhalten: Ein „mandolinentypisch” kurzer Sustain, eine deutlich differenzierte Dynamik, ein obertonreicher und kaum komprimierter, offener Ton. Der Sound ist so perfekt, dass das Audiosignal ohne weitere Preamps direkt an ein Mischpult gegeben werden kann.

Stör-, Nebengeräuschlosigkeit und Brummfreiheit
Bisher gab es bei Pickups meistens das Problem auftretender Nebengeräusche. Durch die spezielle Montage des Nano-Pickup’s mittels eines Halters in einem zusätzlichen Schlagbrett werden Köperschallgeräusche aber verhindert. Die 100% Abschirmung des Tonabnehmers durch eine Epoxidharz- und Silber-Platin-Umhüllung garantiert eine absolute Brummfreiheit. Das niederohmige Ausgangssignal und die aktive Verstärkereinheit macht den SH 927 Pickup beeindruckend rausch- und feedbackfrei.

Selbsteinbau und Veränderung am Instrument
Die Installation des kompletten Systems sollte bevorzugt von einem Instrumentenbauer durchgeführt werden. Vom Hersteller ist der Einbau einer vorkonfektionierten Klinkenbuchse mit Schaltkontakten (Abschalten der Batteriezellen) in die Mandolinenzarge vorgesehen, was mindestens eine Bohrung voraussetzt. Bei hochpreisigen Mandolinen will man oft keine derartige bauliche Veränderung. Alternativ bietet sich hier die Montage einer speziellen Violinen-Klinkenbuchse mit Klemmhalter (Fiddle-Jack) an die Zarge oder aber der Einbau einer Klinkenbuchse (Endpin-Jack) an Stelle des Gurtknopfes in den Endblock an. Beide Wege implizieren ein Umlöten des originalen Anschlusskabels bzw. bedürfen der Neubelegung an eine 6,35 Mono-Klinkenbuchse mit Schaltkontakt. Hingegen problemlos gestaltet sich das Anbringen der SH 927 Schlagbretteinheit mittels Schrauben am Mandolinenhals bzw. einem L-Winkel an der Zarge.

Bedienbarkeit und Live-Handhabung
Zwei 3V Batterien (Typ 2032) dienen zur Versorgung der Aktivelektronik, sind einfach austauschbar und halten je nach Nutzungsdauer ca. 1 Jahr. Der Volumen- und EQ-Regler lässt sich sehr intuitiv handhaben, obwohl beide keine Mittenrastung haben und während des Spielens von oben nicht einsehbar sind. Bei versierter Spielweise ist das leichte Überstehen des Pickup-Gehäuses unterhalb der G-Saite kein echtes Hindernis. Die vier Trimm-Potis zur Grundeinstellung der einzelnen Saitenlautstärke stellt man am besten fern vom Bühnenlärm, mit einem kleinen Schlitzschraubenzieher einmal ein.

Fazit
Absolute Bestnoten für Klang und Freiheit von Nebengeräuschen mit klarem Vorsprung vor herkömmlichen Piezo-Pickups. Der Selbsteinbau ist nicht zu 100% ratsam und die Alternativen für die Klinkenbuchse sollten vom Hersteller als Zubehör angeboten werden. Der SH 927 ist absolut zuverlässig, fördert die Spielfreude und garantiert eine klanglich qualitative Live-Performance.

Rupert Paulik, Oktober 2010